Schützenverein Tarp v. 1905 e.V. - Schießsport im Norden ganz oben
Schützenverein Tarp v. 1905 e.V. - Schießsport im Norden ganz oben 

Traditionen 

 

Unser Schützenverein sieht als moderner Traditionsverein den Schießsport als Breitensport, die Pflege der Tradition und die Zusammengehörigkeit als sehr wichtige Elemente des Vereins an.

"Das Schützenwesen ist eine der wenigen kultur- und sozialgeschichtlichen Erscheinungen, die sich über viele Jahrhunderte hinweg kontinuierlich entwickelt und bis heute erhalten haben. Es ist ein wichtiger, historisch gewachsener und lebendiger Teil der regionalen bzw. lokalen Identität.

Das Schützenwesen umfasst eine große Anzahl von Bräuchen und Traditionen, die in ganz Deutschland in zahlreichen unterschiedlichen Erscheinungsformen verbreitet sind. Es handelt sich um ein bürgerliches Brauchtum, das im Rahmen einer Vereinszugehörigkeit von Menschen jeden Alters und Geschlechts unabhängig von religiösem Bekenntnis, sexueller Orientierung, Herkunft, sonstiger individueller Ausrichtung oder körperlicher Behinderung ausgeübt wird.

 

Ein großer Teil des Schützenbrauchtums bezieht sich auf die Verhaltensweisen, Rituale und Gewohnheiten der Schützen in den mittelalterlichen deutschen Städten, aus denen die Schützengesellschaften hervorgegangen sind. Im Mittelpunkt stehen die Schießübungen bzw. Wettbewerbe, allen voran das Vogel- und Königschießen, das im Rahmen des Schützenfestes durchgeführt wird. Traditionelle Module, in die das Königschießen eingebettet ist, sind u.a. das Abholen des (alten) Schützenkönigs, der Festzug durch die Stadt/Gemeinde mit allen beteiligten Vereinen und das abschließende Königsmahl. Die Schützen/innen eines Vereins treten in einheitlicher Schützentracht auf, tragen Vereinsabzeichen und verfügen über eine Fahne, um die sich wiederum diverse Bräuche gruppieren.

 

Weitere Schützenbräuche haben sich im Lauf der Zeit in den einzelnen Schützengesellschaften selbständig entwickelt. Sie spiegeln regionale Eigenheiten und Mentalitäten und sind von einem unerschöpflichen Facettenreichtum." (...)

 

Quelle: Tradition im DSB 

 

Pressemitteilung der Deutschen UNESCO-Kommission vom 11. März 2016

Urkundenverleihung in Heidelberg

Die Deutsche UNESCO-Kommission, die Kultusministerkonferenz und die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien haben am 11. März 2016 sieben Formen des Immateriellen Kulturerbes ausgezeichnet: das Sternsingen, das Kneippen, das Schützenwesen, das Ehrsame Narrengericht zu Grosselfingen, die Volkstanzbewegung, das Choralsingen und die Manuelle Glasfertigung. Die Manufakturelle Schmuckgestaltung und ein Projekt zur Bewahrung von Kultur, Vielfalt und Qualität regionaler Spezialitäten in Oberfranken wurden für ihre Aufnahme in das deutsche Register Guter Praxisbeispiele geehrt.

Im Rahmen der Auftaktveranstaltung des Interkulturellen Zentrums der Stadt Heidelberg zu den Internationalen Wochen gegen Rassismus erhielten die Träger dieser Kulturformen ihre Urkunden für die am 4. Dezember 2015 erfolgte Eintragung in das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes.

 

Schützenwesen in Deutschland

Begründung der Auszeichnung:

"Das Schützenwesen ist vielerorts ein wichtiger, historisch gewachsener und lebendiger Teil der regionalen oder lokalen Identität. Es umfasst eine große Anzahl von Bräuchen und Traditionen, die in Deutschland in zahlreichen unterschiedlichen Erscheinungsformen verbreitet sind. Das alte Brauchtum wird heute in der Regel im Rahmen einer Vereinszugehörigkeit von Menschen jeden Alters und Geschlechts unabhängig von religiösem Bekenntnis, sexueller Orientierung, Herkunft oder auch Behinderung ausgeübt. Es gibt vielfältige Maßnahmen zur Weitergabe der Tradition und eine aktive Pflege regionaler und europäischer Verbindungen.

Bekanntester und wesentlicher Ausdruck des Schützenwesens ist das Schützenfest, das mit vielfältigen örtlich unterschiedlichen Bräuchen einmal im Jahr gefeiert wird. Jedes Schützenfest hat lokal hergebrachte Rituale und Bräuche und unterschiedliche Abläufe. Über dieses singuläre Ereignis hinaus prägen gerade in kleineren Orten die unterschiedlichen ortsbezogenen Bräuche der Schützenvereinigungen das soziale und kulturelle Gemeinschaftsleben, sodass die Schützentradition das ganze Jahr wahrnehmbar ist und gelebt wird."

Der Präsident des Deutschen Schützenbunds, Heinz-Helmut Fischer, und der Generalsekretär der Europäischen Gemeinschaft Historischer Schützen, Peter-Olaf Hoffmann, nahmen die Urkunde am 11. März 2016 entgegen.

 

Quelle: Tradition im DSB / Immaterielles Kulturerbe

 

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